Clouds for Climate

Reflect the heat. Preserve the cold.

C4C – cooling glaciers locally to save the climate globally

Wenn Gletscher schmelzen...

Der Klimawandel entwickelt sich immer mehr zu einem dringenden Problem, dessen Folgen inzwischen täglich spürbar werden. Die steigenden Treibhausgasemissionen lassen die globalen Temperaturen ansteigen, und eines der deutlichsten Anzeichen dafür ist der schnelle Rückzug der Gletscher, besonders in Spitzbergen.[1]

Daher bremsen wir das Abschmelzen genau dort, wo es am stärksten zählt.

... stockt der Golfstrom.

Allein im Jahr 2024 haben die Gletscher von Spitzbergen etwa 61,7 Gigatonnen Eis verloren.[2] Sie schmelzen schneller denn je, und sobald der Kipppunkt erreicht ist, wird der Prozess irreversibel – selbst wenn die globalen Temperaturen wieder sinken sollten.[3]

Gletscher sind wichtige Süßwasserreserven. Wenn sie schmelzen, fließt ein Großteil dieses Wassers in die Ozeane und trägt so zum Anstieg des Meeresspiegels bei. Allein Spitzbergen verursachte im Jahr 2024 einen Anstieg des globalen Meeresspiegels um 0,16 mm.[2]

Der Zustrom von Süßwasser droht zudem, die Atlantische Meridionale Umwälzzirkulation (AMOC) zu stören, eines der wichtigsten ozeanischen Strömungssysteme der Welt. Der Golfstrom, Teil der AMOC, transportiert Wärme aus der Karibik nach Europa. Normalerweise kühlt das warme Oberflächenwasser ab, wird dichter und sinkt, um als Tiefenwasser zurück in die Karibik zu fließen. Wird die Oberfläche jedoch durch Süßwasser verdünnt, verliert sie an Dichte und kann nicht richtig absinken. Der Golfstrom könnte sich verlangsamen und schließlich stoppen, was katastrophale globale Klimaauswirkungen hätte.[4]

Der Schutz der Gletscher bedeutet daher nicht nur, die natürliche Schönheit zu bewahren – er ist entscheidend, um den Klimawandel zu verlangsamen, die Süßwasservorräte zu sichern und Gemeinschaften weltweit zu schützen.

© 4m2s Consulting GmbH, Zürich – Video by Almut Eger

skizze final freigestellt
© 4m2s Consulting GmbH, Zürich - Image by Sabrina Zünd

Marine Cloud Brightening ...

Marine Cloud Brightening (MCB) ist eine von der Natur inspirierte Technik. Wolken wirken wie riesige Spiegel in der Atmosphäre und reflektieren einen Teil der Sonnenstrahlung zurück ins All. Wissenschaftler haben beobachtet, dass Schiffsabgase winzige Partikel, sogenannte Aerosole, freisetzen, die die Bildung von Wassertröpfchen fördern und dadurch die Wolken über den Ozeanen aufhellen.

Diese Methode kommt in unserem Projekt C4C zur Anwendung.

... hellere Wolken, kühlere Erdoberfläche.


MCB setzt diesen natürlichen Prozess gezielt um. Anstatt wie bei Schiffsabgasen auf zufällig entstehende Aerosole zu vertrauen, verwenden Forscher spezialisierte Sprühvorrichtungen, um einen feinen Nebel aus Meerwasser in die Atmosphäre zu bringen. Beim Verdunsten der Tröpfchen bleiben winzige Salzkristalle zurück, die als Kondensationskerne dienen. Um diese Kristalle herum bilden sich Wolken mit Millionen kleiner Wassertröpfchen.

Der Unterschied ist subtil, aber effektiv: Wolken aus kleineren Tröpfchen erscheinen weißer und heller. Helle Wolken reflektieren mehr Sonnenlicht zurück ins All, wodurch die Menge an Solarenergie, die die Meeresoberfläche darunter erreicht, reduziert wird. Dieser lokale Kühleffekt kann dazu beitragen, empfindliche Ökosysteme vor steigenden Temperaturen zu schützen.[5]

Mehrere Universitäten und Forschungsteams weltweit haben bereits Projekte zum Marine Cloud Brightening durchgeführt, darunter die Southern Cross University in Australien.

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© 4m2s Consulting GmbH, Zürich - Image by Sabrina Zünd

Unser Projekt

Mit unserem Pilotprojekt Clouds for Climate wollen wir die Methode des Marine Cloud Brightening einen Schritt weiterführen. Unser Ziel ist es, Klimainterventionen gezielt dort voranzutreiben, wo sie am meisten bewirken: bei den arktischen Gletschern auf Spitzbergen. Wir möchten testen, ob die gezielte Erzeugung lokaler Wolken Schlüsselgletscher um 1 bis 2 °C kühlen kann. Diese Abkühlung soll das Abschmelzen der Gletscher verlangsamen und dadurch den Süßwasserfluss in den Golfstrom verringern.

Wichtig: Bei diesem Vorhaben handelt es sich nicht um Geoengineering. Die Wolken werden lokal und in kleinem Maßstab erzeugt und sind für einen gezielten, regionalen Einsatz konzipiert, mit dem übergeordneten Ziel, die globalen Klimaeffekte positiv zu beeinflussen. In einem nächsten Schritt werden wir uns darauf konzentrieren, die kritischsten Gletscher zu identifizieren und zu schützen – jene, die am nächsten an einem Kipppunkt liegen und am meisten Süßwasser in den Arktischen Ozean liefern.

Indem wir diese besonders gefährdeten Gletscher schützen, tragen wir dazu bei, die globalen Klimadynamiken zu stabilisieren und die Umwelt für kommende Generationen zu bewahren.

Über uns

Bei 4Management2Security Group reisen wir seit mehreren Jahren zum Spitzbergen-Archipel im Rahmen unseres Trainingsprogramms Leadership in Ausnahmesituationen Situations. Dieses einzigartige Programm verbindet praxisnahes Lernen mit den Herausforderungen und der Schönheit der Arktis.

Im Laufe der Zeit haben wir engen Austausch mit lokalen Expert:innen und Guides gepflegt. So lernten wir Christian Bruttel kennen, einen erfahrenen lokalen Guide und Gründer von Spitzbergen Reisen. Unsere kontinuierliche Zusammenarbeit hat sich zu einer starken und vertrauensvollen Partnerschaft entwickelt. Mit seiner langjährigen Erfahrung in Spitzbergen verfügt Christian über umfassende Kenntnisse der Region, der Logistik und der lokalen Gegebenheiten. Er spielt eine zentrale Rolle bei der effizienten Planung und erfolgreichen Umsetzung unseres Projekts in dieser einzigartigen Umgebung.

Während unserer Aufenthalte in Spitzbergen waren wir immer wieder beeindruckt von der majestätischen Landschaft und der beeindruckenden Präsenz der Gletscher. Gleichzeitig war es besorgniserregend, ihren sichtbaren Rückzug Jahr für Jahr zu beobachten. Diese Veränderungen aus erster Hand zu erleben, machte die Dringlichkeit des Klimawandels auf eine Weise erfahrbar, die Daten und Berichte allein nicht vermitteln können.

Als Unternehmen begannen wir uns zu fragen: Was können wir tun, um einen echten Unterschied zu machen?

Diese Frage führte zur Entwicklung von Clouds for Climate – einem Projekt, das sich der Erforschung innovativer Ansätze zur Eindämmung des Klimawandels widmet, mit besonderem Fokus auf die Verlangsamung des Gletscherrückgangs.

Mit Clouds for Climate möchten wir außerdem andere inspirieren und ermutigen, aktiv zu werden und einen positiven Beitrag zu Lösungen für den Klimawandel zu leisten.

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